Diskriminierungssensible Schule

Die Pädagog*innen der EMG sind auf dem Weg zu einer diskriminierungssensiblen Schule.

Aber, denk ich, man lebt doch gemeinsam. Aber, fühl ich, Freunde, das tut gut. Aber, weiß ich, man ist doch nicht einsam. Aber, sing’ ich, aber – das gibt Mut.

Unsere Haltung

Wir sind auf einer Forschungsreise durch unser Denken, unsere Schubladen und die gesellschaftlichen Strukturen, in die wir hineingeboren wurden.
Wir sind bereit anzuerkennen, dass es strukturelle Diskriminierungen gibt. Unser Ziel ist es, zu einem diskriminierungssensiblen Miteinander beizutragen.
Wir freuen uns, dass wir auf dieser Reise gemeinsam als Kollegium unterwegs sind. Unterstützung nehmen wir gerne an.

Um auftretende Herausforderungen anzunehmen, haben wir Folgendes im Gepäck:

  • Wir trauen uns, in die Auseinandersetzung zu gehen.
  • Wir reflektieren unser Handeln achtsam, mitfühlend mit uns und den anderen.
  • Wir wissen, dass wir Fehler machen, und setzen uns mit ihnen auseinander.
  • Wir berücksichtigen verschiedene Perspektiven in unserer Arbeit.
  • Wir bilden uns zum Thema Antirassismus und Antidiskriminierung fort.
  • Wir sind wach für das Wahrnehmen unterschiedlichster Diskriminierungen, auch in intersektionaler Verschränkung.
  • Wir sind uns bewusst, dass sich ein Konflikt, in dem jemand diskriminiert wird, von einem ,,normalen“ Konflikt unterscheidet.
  • Wir respektieren unsere und die Grenzen anderer.

Unser Handeln

Es gibt nicht ,,das richtige antidiskriminierende Handeln“. Wenn wir eine diskriminierende, zum Beispiel rassistische, Handlung wahrnehmen, helfen uns aber folgende Hinweise (in Anlehnung an Eleonora Roldan Mendfvil), wie wir uns verhalten können:

  1. Zuhören
    Die betroffenen Kinder/ Kolleg*innen /Elternberichten lassen.
  2. Ernst nehmen
    Meistens steht etwas dahinter, wenn Menschen sagen, ihnen ist etwas Diskriminierendes passiert. Nichts herunterspielen, sondern aufrichtige Empathie zeigen.
  3. Wohlwollendes Nachfragen
    Habe ich dich richtig verstanden, dass …? Was brauchst du gerade? Was wünschst du dir von mir?
  4. Ansprechen
    Rassismus und Diskriminierung sollten immer angesprochen werden. Der Rahmen und die Intention sind dabei wichtig. Wesentlich ist, dass sich die Betroffenen gesehen und gehört fühlen und wissen, dass ich mit ihnen gemeinsam eine Lösung für das Problem suchen möchte.
  5. Kritisch bleiben
    Es ist wichtig, dass wir in jedem einzelnen Fall klären, ob eine Diskriminierung vorliegt oder nicht. Es kann auch ohne strukturelle Ebenen zu verletzenden zwischenmenschlichen Interaktionen kommen. Bleiben wir kritisch und nehmen wir alle Beteiligten ernst.
Beschlossen durch die Gesamtkonferenz am 24.05.23; durch die Schulkonferenz der Erika-Mann-Grundschule am 28.02.2024
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